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Was ist CBD? Alle Infos über den Wirkstoff Cannabidiol

Cannabidiol, abgekürzt CBD, ist ein Inhaltsstoff der Cannabispflanze. Es gehört zur Wirkstoffgruppe der Cannabinoide und ist - nach Tetrahydrocannabinol (kurz: THC) - der Inhaltsstoff mit dem zweitgrößten Anteil der Pflanze. Cannabidiol lässt sich aus den Blättern oder Blüten der weiblichen Cannabispflanze gewinnen.

Der Extraktionsprozess ist jedoch sehr aufwendig und teuer, denn er besteht aus mehreren Schritten: Die ursprüngliche, in der Cannabispflanze vorhandene Substanz heißt CBD-Carboxylsäure (CBDa). In dieser Form kann der Wirkstoff seine Wirkung noch nicht vollständig entfalten, denn die wirksamen Bestandteile müssen zunächst aktiviert werden, indem ein Kohlendioxidmolekül abgespalten wird. Diese Aktivierung (Decarboxylierung) erfolgt beispielsweise durch Erhitzen. Das daraus resultierende Cannabidiol kann am menschlichen Endocannabinoid-System andocken und dessen Rezeptoren stimulieren oder blockieren.

Was ist der Unterschied zwischen Cannabis, Cannabinoiden und Cannabidiol?

Aufgrund ihrer Ähnlichkeit können die Begriffe Cannabis, Cannabinoide und Cannabidiol leicht verwechselt werden. Doch auch wenn die drei Begriffe miteinander zusammenhängen, bezeichnen sie doch unterschiedliche Dinge: 

Cannabis ist der lateinische Name der Hanfpflanze und bezeichnet hier eine eigene Pflanzengattung in der Familie der Hanfgewächse. Cannabis wird häufig synonym für Haschisch oder Marihuana verwendet, wobei letztere Produkte sind, die aus bestimmten Teilen der Hanfpflanze hergestellt wurden. 

Diese unterliegen in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz. Seit 2017 dürfen Cannabis-Produkte jedoch ärztlich verordnet werden. Der hierfür verwendete zertifizierte EU-Nutzhanf unterliegt strengen Bestimmungen und darf beispielsweise nicht mehr als 0,2 % Tetrahydrocannabinol enthalten. Dieser Wirkstoff ist für die berauschende Wirkung von Cannabis verantwortlich und gehört zu den sogenannten Cannabinoiden.

Cannabinoide sind Substanzen, die sich in Pflanzenteilen befinden und bestimmte Wirkungen bei Tieren und Menschen erzeugen. Sie heften sich an den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems im Körper an und können diese - je nach Art - aktivieren oder blockieren. Die Cannabispflanze enthält mehr als 100 Cannabinoide, die genaue Zahl ist bislang noch unbekannt. Das häufigste Cannabinoid ist Tetrahydrocannabinol (THC).

Eines weiteres Cannabinoid ist Cannabidiol (CBD). CBD hat keine berauschende Wirkung. Stattdessen werden ihm jedoch viele andere Eigenschaften zugeschrieben, die sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken können.

Wegen ihrer nicht-psychoaktiven Wirkung sind diese Cannabinoide als Bestandteil in kosmetischen Produkten oder Nahrungsergänzungsmitteln im weiteren Sinn erlaubt. Ihre positiven Eigenschaften und die Beobachtung, dass sie kaum oder keine Nebenwirkungen hervorrufen, wecken das Interesse immer mehr Anwender.

Wie wirkt CBD?

Der genaue Wirkmechanismus vieler Cannabinoide, darunter auch Cannabidiol, ist noch nicht endgültig erforscht. Bekannt ist jedoch, dass Cannabidiol - anders als THC - keine psychoaktive Wirkung hat, also nicht berauschend wirkt.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Studien, die sich mit der Wirkung von CBD bei verschiedenen Erkrankungen und gesundheitlichen Problemen beschäftigen. Es wird angenommen, dass CBD unter anderem entzündungshemmend und schmerzstillend, aber auch beruhigend und angstlösend wirken kann.

Dazu gibt es zahlreiche Erfahrungsberichte von Anwendern, die über weitere positive Wirkungen bei ganz unterschiedlichen Beschwerden berichten. Um diese Wirksamkeit wissenschaftlich zu belegen, bedarf es jedoch noch weiterer Studien.

Welche Darreichungsformen gibt es?

CBD ist in ganz unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Eine der am häufigsten angewendeten Formen ist das CBD Öl, das tropfenweise sublingual, das heißt unter der Zunge, eingenommen wird. Auf diese Weise gelangt der Wirkstoff sehr schnell über die Mundschleimhaut in den Organismus und kann dort seine Wirkung entfalten.

Wer den Geschmack von CBD Öl als zu bitter empfindet, für den sind Kapseln oder Tabletten eine gute Alternative. Der Vorteil hier ist, dass sich der Wirkstoff innerhalb einer Hülle befindet, die sich erst während des Verdauungsprozesses auflöst und deshalb völlig geschmacksneutral ist. Außerdem sind Kapseln / Tabletten in verschiedenen Dosierungen erhältlich, sodass eine versehentliche Überdosierung nahezu ausgeschlossen ist.

Eine weitere Darreichungsform sind Cremes und Salben, die auf die Haut aufgetragen werden. In ihr befinden sich ebenfalls Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, an die Cannabinoide andocken können. In dieser Form eignet sich Cannabidiol vor allem zur Linderung von Hautproblemen und -erkrankungen wie zum Beispiel Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte.

Daneben gibt es E-Liquids oder Kristalle, die verdampft oder geraucht über die Lunge aufgenommen werden.

Wie schnell setzt die Wirkung von CBD ein und wie lange hält sie an?

Wann die Wirkung eintritt, ist individuell höchst unterschiedlich und hängt unter anderem von der jeweiligen Darreichungsform ab. Der schnellste Wirkeintritt ist bei der Aufnahme über die Lunge (Rauchen / Verdampfen) zu erwarten. Über diesen Weg setzt die Wirkung oft schon innerhalb weniger Minuten ein.

In kosmetischen Produkten ist mit einem Wirkbeginn nach etwa 15-30 Minuten zu rechnen. Auch die orale, sublinguale Einnahme (CBD Öl) hat einen vergleichbaren Wirkeintritt, der sich jedoch auch bis auf ca. 60 Minuten hinauszögern kann. Am längsten dauert der Wirkbeginn bei oral eingenommenen Kapseln oder Tabletten, da sie ihre Wirkung erst während des Verdauungsprozesses entfalten, was 1-2 Stunden dauern kann.

Auch die Wirkdauer variiert je nach Darreichungsform: Mit einer Wirkdauer von bis zu 4 Stunden haben CBD E-Liquids und CBD Kosmetik die kürzeste Wirkdauer. Deutlich länger scheint dagegen die Wirkdauer von CBD Öl (bis zu 6 Stunden) und CBD Kapseln (bis zu 8 Stunden) zu sein. Aber auch dies sind nur grobe Richtwerte, da sich die Wirkdauer ebenfalls individuell stark unterscheiden kann.

Mögliche Anwendungsgebiete von CBD

Die Anwendungsmöglichkeiten von Cannabidiol sind äußerst vielfältig: Da Cannabidiol an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems bindet, ist es wahrscheinlich, dass es einen Effekt auf genau jene Funktionen wirkt, die von diesem System reguliert werden. Dazu gehören der Schlaf und der Appetit, aber auch Schmerzen und Immunreaktionen.

Studien haben gezeigt, dass CBD dazu beitragen kann, chronische Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu reduzieren. Im Tierversuch zeigten sich positive Effekte von CBD auf Wundschmerzen und Ischiasschmerzen. In Studien mit Menschen erwies sich die Kombination aus CBD und THC bei der Behandlung von Schmerzen bei Arthritis- und Multiple-Sklerose-Patienten als wirksam.

Wer chronisch gestresst ist, häufig Sorgen oder Angst hat, leidet meist auch unter Ein- oder Durchschlafproblemen. Cannabidiol soll eine beruhigende und entspannende Wirkung haben, die auch in diesen Situationen helfen soll. Die beruhigende Wirkung sorgt für eine bessere Entspannung, dank der man mit CBD schneller in den Schlaf findet.

Neben der verkürzten Einschlafphase berichten viele Anwender auch über selteneres nächtliches Aufwachen. Der Schlaf ist erholsamer und Körper und Geist können am nächsten Tag bessere / konzentriertere Leistungen vollbringen.

Ein Vorteil von Cannabidiol im Vergleich zu herkömmlichen Schlafmitteln: Es macht - selbst bei dauerhafter Einnahme - nicht abhängig und kann in der Dosis nach dem persönlichen Bedarf variieren.

Zudem gibt es Hinweise darauf, dass CBD - äußerlich aufgetragen - bei bestimmten Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Akne oder allergischen Erkrankungen helfen soll. Die in einigen Studien beobachteten positiven Effekte könnten auf die entzündungshemmende Wirkung von Cannabidiol zurückzuführen sein. Hierzu sind jedoch noch weitere Studien nötig.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Erfahrungsberichte von Anwendern, die positive Effekte von Cannabidiol bei Migräne, Rückenschmerzen, Arthrose, Rheuma oder Depressionen beschreiben. Auch scheint CBD die Rauchentwöhnung zu unterstützen und die Nebenwirkungen von Chemotherapien zu lindern.

Allerdings zeigt CBD nicht bei jedem Anwender die gewünschte Wirkung. Hierfür kann es verschiedene Gründe geben, denn die Wirksamkeit hängt vermutlich von einem komplexen Zusammenspiel sehr unterschiedlicher Faktoren ab.

So gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Wirksamkeit von CBD unter anderem von dem Alter und Körpergewicht einer Person, der Art ihrer Beschwerden oder Erkrankung und ihrem allgemeinen Gesundheitszustand abhängt. Auch genetische und Umweltfaktoren haben vermutlich einen Einfluss auf die Wirksamkeit, ebenso wie die Häufigkeit der Einnahme und die Dosierung.  

Wie dosiere ich CBD richtig?

Welche Dosis optimal ist, hängt unter anderem von dem jeweiligen Anwendungsgebiet ab. Da jeder Mensch unterschiedlich auf Wirkstoffe reagiert, sind generelle Dosisempfehlungen schwierig, denn während der eine schon bei einer geringen Dosierung eine Wirkung verspürt, kann bei dem anderen eine deutlich höhere Dosis nötig sein, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Abgeleitet von einigen Studien und den Erfahrungsberichten von Anwendern kann folgende Übersicht als grobe Orientierung dienen:

- normale Dosis (bis 20 mg): bei Übelkeit, Stress, leichten Schlafproblemen 
- erhöhte Dosis (20-100 mg): bei leichten bis mäßigen Kopf- oder anderen Schmerzen, Entzündungen, Rheuma, Depressionen, Angst 
- hohe Dosis (100-400 mg): bei chronischen Schmerzen, Multiple Sklerose, Epilepsie

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

Cannabidiol gilt als sehr sichere und gut verträgliche Substanz, die keine oder kaum Nebenwirkungen hervorruft. In manchen Fällen kann die Einnahme von CBD jedoch zu Durchfall, Mundtrockenheit, einem niedrigeren Blutdruck, leichter Benommenheit und Schläfrigkeit führen. Dies kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen und ein Risiko für das Bedienen von Maschinen oder dem Autofahren darstellen. Einige Anwender stellen unter der Einnahme von CBD ein verändertes Appetitgefühl fest, das ist jedoch individuell sehr unterschiedlich und hängt vom Einzelfall und der Dosierung ab.

Grundsätzlich gilt: Wenn diese oder andere Nebenwirkungen auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Sollten die unerwünschten Nebenwirkungen in sehr starkem Ausmaß auftreten, ist eine Dosis-Anpassung oder ein Ende der Einnahme zu empfehlen.

Die Einnahme einer Überdosis Öl kann (unabhängig von dem darin enthaltenen Wirkstoff) zu Übelkeit führen. Deshalb sollten Sie bei der ersten Anwendung immer mit der kleinsten Dosis beginnen und diese dann bei Bedarf sukzessive steigern, bis Sie den gewünschten Effekt erzielt haben. Wenn Sie unter Vorerkrankungen leiden und/oder regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie die Einnahme von CBD vorab mit Ihrem Arzt besprechen.

Es gibt Hinweise darauf, dass die gleichzeitige Einnahme von Cannabidiol und bestimmten Arzneimitteln zu unerwünschten Wechselwirkungen führen kann. So ist es möglich, dass Cannabinoide wie CBD die Wirkung dieser Medikamente verstärken oder verringern kann. Davon betroffen sind vor allem Schmerzmittel und Neuroleptika, aber auch Säure- und Gerinnungshemmer. Achten Sie vor allem auf Medikamente, die mit einer sogenannten "Grapefruit-Warnung" versehen sind. Sie sollten auch nicht mit CBD kombiniert werden.

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